Review: Puella Magi Madoka Magica

Heute präsentiere ich euch meinen Eindruck zu „Puella Magi Madoka Magica“, dem wohl spannendsten und mitreisendsten Mahou Shoujo – Anime überhaupt.

Da ich mich nach langem Hin und Her endlich dazu durchgerungen habe diesen Anime zu schauen, kommen hier nun Live-Impressionen, nur wenige Minuten, nachdem ich die letzte Folge gesehen habe. Nach all dem Hype der um Madoka Magica veranstaltet wurde, hatte ich Anfangs hohe Erwartungen an die Serie, woraufhin nach den ersten beiden Folgen etwas Ernüchterung folgte, welche aber sofort wieder durch Vorfreude auf jede weitere Folge verdrängt wurde. Am Ende jeder Folge war die Spannung so groß, dass ich einfach weiterschauen musste und mir alles in einem Rutsch angeguckt habe^^. Nun aber erst einmal zum Inhalt.

Madoka ist ein ganz normales Mädchen (wie sollte es auch anders sein), welches, zusammen mit ihrer Freundin Sayaka, in die 2. Klasse der Mittelstufe geht. Eines Tages taucht die Austauschschülerin Homura in ihrer Klasse auf, welche sie davor warnt ihr Leben nicht zu ändern, solange sie glücklich mit sich und ihrer Familie ist. Madoka ist daraufhin etwas verwirrt und weiß nicht, was sie davon halten soll. Als Sie mit Sayaka nach der Schule in die Stadt geht hört sie Hilfeschreie. Daraufhin sieht sie, wie die neue Austauschschülerin ein kleines katzenartiges Wesen mit Namen Kyubey angreift. Madoka und Sayaka wollen Kyubey beschützen, als plötzlich seltsame Wesen auftauchen und die Drittklässlerin Mami erscheint. Diese verwandelt sich in ein Magical Girl und besiegt die Wesen, woraufhin Homura abzieht. Madoka und Sayaka erfahren, dass Mami eine „Mahou Shoujo“ (ein Magical Girl, wie man sie normalerweise aus Sailermoon oder Pretty Cure kennt) ist und einen Vertrag mit Kyubey abgeschlossen hat. Dieser gewährte ihr einen Wunsch, wenn sie im Austausch fortan die sogenannten „Majous“ (übersetzt „Hexen“) jagt. Ab hier beginnt die Story spannend zu werden, da Kyubey nun versucht die beiden Mädchen zu überreden, auch einen Vertrag mit ihm abzuschließen. Mami hingegen warnt sie vor der großen Gefahr, die sie erwartet und auch die geheimnisvolle Homura hält nichts davon, dass Madoka diesen Vertrag eingeht. Später erscheint dann auch noch eine weitere Mahou Shoujo namens Kyouko, die Sayaka und Madoka nicht gerade friedlich gesonnen ist.

Madoka Magica weiß definitiv durch seine Stimmung und Atmosphäre zu überzeugen. Den Anime begleitet die ganze Zeit über eine melancholisch traurige Grundstimmung, die die Probleme der Mädchen und die moralischen Zwickmühlen, in denen sie sich befinden wunderbar untermalt. Dies wird zum einen durch die meisterliche BGM, aber auch das Opening und Ending unterstützt.

Jeder Charakter wird einzeln beleuchtet und die Charakterentwicklung ist einfach immens. Dabei spielen die Wünsche, die die Mädchen, im Gegenzug für ihre Hexenjagd erhalten habe auch eine zentrale Rolle. Während Sayaka und Madoka sich nicht sicher sind, welcher Wunsch angesichts einer solchen Bürde angemessen wäre, hatten die anderen Mädchen oft keine andere Wahl. Das liegt daran, dass Kyubey natürlich immer dann auftaucht, wenn die Lage aussichtslos und verloren scheint. Der Grund hierfür wird im Laufe der Serie noch genauer erläutert. Auch wirken die Charaktere wie die typischen Stereotypen eines Mahou Shoujo Animes, bekommen aber durch ihre sehr glaubwürdigen Backgroundstories mehr Tiefe. Dadurch kann man sehr gut mit ihnen mitfühlen.

Ein weiterer Punkt, an den ich mich erst gewöhnen musste sind die Animationen bzw. das ganze Design des Anime. Die Charaktere wirken durch die vielen hellen Töne eher kindlich, wohingegen die Kämpfe gegen die Hexen irgendwie scheinen, als wenn ein hyperaktiver Kunststudent seinen Fetisch für Surrealismus mal ausleben wollte. Nichtsdestotrotz sind die Animationen flüssig und springen bei den Kämpfen nicht von einer Ecke in die nächste, wie das bei so manchen Fighting Shônen der Fall ist.

Für alle die sich nach den ersten paar Folgen denken „Boah langweilig!“, denen sei jedoch gesagt, dass sich Dranbleiben hier wirklich lohnt. Ab spätestens Mitte der Serie geht es nämlich richtig zur Sache. So hat man Magical Girls sicherlich noch nie erlebt, wenn man lediglich die alten Sailermoon-Folgen von RTLII kennt. In Madoka Magica wird sich nichts geschenkt. Hier stehen die Leben sämtlicher Protagonisten auf dem Spiel und es gab einige Szenen, in denen mir echt der Mund offen stehen blieb. Die Grausamkeit, die hier gerade im späteren Verlauf an den Tag gelegt wird, beweist, dass die Serie eindeutig für ältere Zuschauer gedacht ist. Und soviel sei schon einmal gesagt: Es wird Tote geben!

Trotzdem ist die Serie nicht berechenbar und so weiß man bis zur letzten Folge nicht, wie wohl alles enden wird. Der Schluss schließt das Ganze dann aber gut ab und man wird nicht im Regen stehen gelassen mit dem quälenden Gedanken, ob es denn nun eine 2. Staffel geben wird oder nicht. Das ist bei Anime mit 12 Episoden nicht selbstverständlich. Aber schließlich hat Angel Beats das auch geschafft.

Die Heldinnen v.l.n.r.: Kyouko, Sayaka, Madoka, Homura, Mami

Insgesamt ist „Puella Magi Madoka Magica“ somit ein topklassiger Anime, bei dem sich sowohl Mystery-Fans, als auch Fans von klassischem Mahou Shoujo und actionsgeladenen Kämpfen die Finger lecken werden. Hier wird mit guten Charakteren und einer besonders spannenden Story geglänzt, womit Studio SHAFT wieder einmal seine Qualität beweist. Obwohl ein Großteil des Hypes enstand, während die Serie noch lief, da jede Folge an sich für massiv Spekulationsbedarf sorgte, war dieser nicht unbegründet. Meine Erwartungen wurden vollends erfüllt und ein Platz in meiner Toplist ist diesem Anime auf jedem Fall sicher.

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7 Kommentare zu “Review: Puella Magi Madoka Magica

  1. Klingt ganz okay, ein bißchen arg Neutral geschrieben, hat dir denn persönlich nichts am Anime mißfallen? Ich habe fats in jedem Anime ne kleinigkeit die mich stört, z.B. bei K-ON Yui’s Schwester die mir immer ungemein auf den Keks ging. Ansich aber nen nette Review ^^

    • Ist halt meine erste Review überhaupt. Da hab ich versucht das Ganze etwas objektiv zu betrachten, falls das Leute lesen, die den Anime noch schauen wollen.

      Wie gesagt, den Zeichenstil fand ich anfangs arg gewöhnungsbedürftig, vor allem die Kämpfe mit den Hexen. Das Ende war jetzt auch nicht so rührend, wie vielleicht bei Gosick oder Angel Beats, aber es hat trotzdem super gepasst.
      Man könnte kritisieren, dass die Formulierungen in der letzten Folge ziemlich schwammig waren. Ich musste die letzte Episode echt zweimal anschauen, damit ich richtig verstand, was gemeint war.

      Ich schätze aber, dass ist der Grund, warum Madoka so beliebt ist. Ähnlich wie bei Haruhi gibt es viel Raum für Spekulationen und Fantheorien. Und jeder interpretiert das Ende halt auf seine Weise.

      Da ich von Haus aus Optimist bin, fallen wir sicher auch nicht sofort die Schwächen auf. Ich denke aber es ist schwierig bei Madoka Schwächen zu finden. Was hat dir denn nicht gefallen?

      PS: Ui ist doch so süß und lustig. Sicher ist sie etwas überfürsorglich, aber sie denkt ja nicht tagein tagaus an Yui oder ist irgendwie besessen von ihr.

  2. Man kann das auch Subjektiv betrachten und trotzdem nicht spoilern xD
    Ich mochte den Anime nicht so ganz, aber Geschmäcker sind ja glücklicher Weise verschieden.
    @ Kame, ich mag Yuis Schwester 😛

    • Hast du ihn nun schon durch oder erst die Vol. 1 der DVDs?

      Übrigens, warum hat dein Comment kein Avatar, aber meiner schon? Nach meinen Einstellungen müsste bei dir eigentlich einer erscheinen.

      • Gute Frage, zu 50% verschwindet mein Avatar auf anderen Blog, ich weiß einfach nicht warum 😦
        Hab die Vol.1 noch am gleichen Tag komplett gesehen. War sehr ungewohtn zu sehen, soll sich aber wohl bessern, auch die Story soll sich im Laufe der nächsten beiden DVDs verbessern, wenn man den Hyps trauen darf xD

  3. Pingback: Alex’ Einkaufstour « Alex' Anime Allerlei

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