Kurz-Review: SKET Dance & Toradora!

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Da ich die Serie „SKET Dance“ vor einiger Zeit in einem Artikel bereits angerissen hatte und zu „Toradora“ hierzulande im Frühling nächsten Jahres der Manga erscheint (vertrieben durch EMA), dachte ich, dass es sich lohnt, die beiden Animes einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

SKET Dance

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Der Anime handelt von einem Schulclub, dem sogenannten „SKET-Dan“ (übersetzt SKET-Club), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Schülern bei ihren Problemen zu helfen. Die 4 Buchstaben stehen dabei für Support (=Unterstützung), Kindness (=Freundlichkeit), Encouragement (=Ermutigung) und Troubleshoot  (=Problembeseitigung). Der Club besteht aus Fujisaki Yusuke, den alle einfach nur Bossun nennen, Onizuka „Himeko“ Hime und Usui „Switch“ Kazuyoshi . Während Bossun noch wie ein relativ normaler Oberschüler wirkt, sind seine Mitstreiter alles andere als das. Himeko war früher eine Yankee und als Schlägerin stadtbekannt, was sich in ihren gelegentlichen Wutausbrüchen gegenüber Bossun zeigt. Switch hingegen ist ein waschechter Nerd und Otaku in Personalunion, der nur seinen Computer mittels einer Sprachsoftware für sich reden lässt.

Auch wenn die drei Schüler unterschiedlicher nicht sein könnten verbindet sie doch der Drang ihren Mitmenschen zu helfen. Dies erklärt sich vor allem aus ihrer Vergangenheit, von der ich hier jedoch nichts spoilern möchte. Es sei nur so viel gesagt, dass sie alle ihr Päckchen zu tragen haben und aus einem bestimmten Grund im SKET-Dan sind. Die Rückblende-Episoden der einzelnen Charaktere waren meine persönlichen Highlights des Animes. Sie waren sehr traurig und haben mich echt berührt.

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Leider gab es aber auch einige langweilige Folgen (vor allem im frühen Abschnitt der Serie bis Ep. 50), die teilweise so absurd waren, dass man sie nicht mal als komisch bezeichnen kann. Normalerweise habe ich nichts gegen Nonsense-Comedy, im Gegenteil. Doch wenn über eine ganze Folge lang total bescheuerte Brettspiele eingeführt werden oder ein gewisser Lehrer über Sportarten philosophiert, die ihn Meister Wong in den Bergen Chinas gelehrt hat und die mit Taucherflossen und gezackten Netzen gespielt werden, dann ist das selbst für mich zu viel. Auch wenn hier sicherlich eine gehörige Portion Parodie im Spiel sein sollte, ich fand’s nicht lustig.

Außerdem wird in der Serie sehr viel und schnell gesprochen. Wie Bossun und Himeko sich oft pausenlos anschreien fand ich dann wieder recht witzig und die Slapstick-Einlagen kamen auch nicht zu kurz. Anfangs fand ich den Anime auch viel zu lang, als ich hörte, dass er doch über ein Jahr laufen soll, doch gerade in den letzten Folgen, die nicht mehr so stark episodisch aufgebaut waren, wie die vorherigen, sind mir die Charaktere wirklich ans Herz gewachsen und mich interessiert nun, wie es weitergeht. Zumal in den letzten Episoden auch noch ein Liebesdreieck ins Spiel kam.
Ich hoffe ja, dass der Manga entweder bei uns oder in den USA lizensiert wird, sodass ich die Story weiterverfolgen kann.

Fazit:
Mit seinen 77 Folgen ist SKET Dance kein Anime, den man an einem Stück schauen kann und auch nicht sollte. Für diejenigen, die auf abgedrehten Humor ála Gintama stehen ist die Serie genau richtig und gut, um sie mal zwischendurch zu gucken, da die grundlegende Handlung eher im Hintergrund läuft (bis auf die besagten Rückblenden, die immer in mehreren Folgen erzählt werden). Der Anime lebt von seinen äußerst skurillen Persönlichkeiten, die man entweder liebt oder hasst. Schade nur, dass am Ende noch einige Fragen unbeantwortet bleiben, was aber auch daran liegt, dass der Manga noch nicht abgeschlossen ist.

PS: Als Zusatz hier meine 2 Lieblingsopenings und mein liebstes Ending aus SKET Dance. Sie werden von der Band „The Sketchbook“ gesungen, die exklusiv für den Anime gegründet wurde und hoffentlich bald noch mehr tolle Songs aufnimmt.



Toradora!

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Aus allen Ecken und Enden schrie es mir förmlich ins Gesicht: „Schau dir Toradora an, es ist so eine herzzerreißende Story!“, „Taiga ist eines der besten und süßesten Mädchen. Man muss sie einfach gesehen haben!“ Bei all den Lobpreisungen fiel es mir nicht schwer zu entscheiden, welche Serie ich mir als Nächstes anschauen würde. Toradora musste her.
Die Messlatte wurde  natürlich durch den Hype sehr hoch gesetzt und ich muss sagen: Ich kann teilweise verstehen, warum die Serie so beliebt ist.

Toradora handelt von dem Oberschüler Ryuuji, der mit seiner Mutter in relativ ärmlichen Verhältnissen lebt und in das Genki-Girl  seiner Klasse, Minori, verliebt ist. Eines Tages erfährt er, dass in dem Hochhaus, das neben seiner Mietwohnung gebaut wurde, der Palmtop Tiger lebt (übersetzt „Taschen-Tiger“). Das ist nämlich der Spitzname des kratzbürstigsten und aufbrausendsten Mädchens seiner Klasse, Aisaka Taiga. Als er erfährt, dass diese „Bestie“ in seinen Klassenkameraden und Freund Kitamura verliebt ist, und sie jedesmal wenn er sie nur ansieht rot wie eine Baustellenampel anläuft, beschließt er, sich mit ihr zu verbünden. Im Gegenzug, dass er sie mit Kitamura zusammenbringt, hilft sie ihn mit seinem Schwarm Minori, die zufällig auch Taigas beste Freundin ist.
Und damit nimmt diese Love-Comedy ihren Lauf. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die beiden Maincharas Ryuuji und Taiga, die einfach zusammenpassen, wie Arsch auf EimerXD. Mehr als einmal bekommt Ryuuji einen freundschaftlichen Tritt in die Magengrube oder eine liebevolle Kopfnuss verpasst. Auch wenn die Sketche nicht schlecht gemacht sind, so bewegen sie sich doch nicht auf einem Niveau mit denen aus beispielsweise Azumanga Daioh oder School Rumble. Was auch daran liegt, dass Toradora neben dem Humor viel auf Romantik setzt. Außerdem kann man den Charas schön dabei zusehen, wie sie an ihren Erfahrungen wachsen und gemeinsam schlechte Zeiten durchstehen. Allen voran die zweite Hälfte der Serie zeigt dies sehr schön und man fiebert dem Ende entgegen, um zu wissen, wie die Liebesgeschichte nun ausgeht. Dabei sei schon einmal so viel gesagt, dass die Beziehung zwischen Taiga und Ryuuji immer enger wird…

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Was mir nicht gefallen hat, waren die beiden Nebencharas Kitamura und Minori. Minori wirkte auf mich sehr nervig, da sie ständig nur, wie blöd, daher lächelte und immer total aufgedreht Witze riss, über die ich nicht mal im Ansatz lachen konnte. Kennt ihr das, wenn ihr jemanden trefft, der nur Grütze labert und über jedes zweite Wort, das seinen Mund verlässt, wie bekloppt lacht? So in etwa hab ich mich bei ihr gefühlt. Und Kitamura schlägt da fast in dieselbe Kerbe. Seinen spontanen Irrsinnsanfällen und der exhibitionistischen Veranlagung konnte ich leider nichts abgewinnen. Als Einzige hat mich Ami Kawashima überzeugt. Sie ist eine Freundin von Kitamura, die an die Schule wechselt und bei allen sehr beliebt ist, da sie nebenbei als Model jobbt und mit ihrer süßen, unschuldigen Art die Jungs verzaubert. Sie entpuppt sich jedoch als extrem arrogant und hinterhältig, taut aber im Laufe des Animes auf und macht meiner Ansicht nach die größte Entwicklung unter den Charakteren durch. Man kann es auf das Tsundere-Phänomen schieben, aber mir hat sie sehr gefallen.

Fazit:
Toradora ist kein Anime, den man gesehen haben MUSS, aber er gehört sicherlich zu den besseren Romance-Comedys, allen voran, da hier viel Wert auf Charakterentwicklung gelegt wird. Taiga ist in ihrer Art unglaublich süß, und zusammen mit Ryuuji bildet sie ein perfektes Duo und die beiden ergänzen sich wunderbar. Mit 25 Folgen ist die Serie auch nicht zu lang, obwohl die „wirkliche“ Geschichte erst ab der Hälfte (ca. Folge 12) beginnt. Das Ende gehört mit zu den schönsten, die ich in Animes kenne und entschädigt auch für die langweiligen Episoden zu Beginn. Der richtige Anime für die Romantiker unter euch. Diejenigen, die mehr auf School-Comedy stehen, werden hier aber nur mäßig bedient.


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4 Kommentare zu “Kurz-Review: SKET Dance & Toradora!

  1. Interessanter bericht allemal, Sket Dance klingt wirklich unterhaltsam, (sofern der Humor nicht ständig so extrem ist) denn die grundidee klingt ganz nett. Hoffe das bringen die mal dubbed. Toradora hat derzeit einen sehr agressiven Hype ja, ist aber gut das du da so sachlich geblieben bist, würde mich auch auf anhieb nicht wirklich ansprechen

    Schöne Berichte ^^

  2. Schöner Bericht auch wenn Sket Dance mich jetzt nicht mich jetzt nicht ganz so anspricht würde ich mir ihn doch mal an schauen und wie ich zu Toradora stehe weist du ja ♡(>◡<)♡

  3. Bei Sket Dance schreckt mich die Länge ab, ansonsten finde ich die Story aber schon seit längerem recht ansprechend.

    Toradora ist eine von den Animeserien, die ich doch besonders ansprechend fand und den Manga kaufe ich mir auch schon seit längerem auf Englisch (tja, jetzt kommt die Serie auf deutsch raus, jetzt brauche ich sie aber nicht mehr). Seltsamerweise ist der Hype aber mehr oder weniger völlig an mir vorbei gegangen, denn den Anime schaute ich mir rein zufällig an. XD

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