Review: Die Legende von Korra – Der Avatar ist zurück und er hat Brüste o_O

NICKELODEON THE LAST AIRBENDER

Da ich momentan etliche Animes habe, bei denen die letzten Folgen entweder noch nicht ausgestrahlt wurden oder ich einfach noch die letzten Folgen schauen muss, gibt es diesmal eine Review zu einer Serie, die wie ihr Vorgänger auch, nicht direkt in die Sparte Anime fällt, aber trotzdem mehr Anime ist, als so manche bewegte Bildchen, die im Land der aufgehenden Sonne das Licht der Welt erblicken. Die Rede ist von „Die Legende von Korra“.

„Avatar – Der Herr der Elemente“ ist sicherlich jedem ein Begriff. Es ist eine Zeichentrickserie, die größtenteils in den USA produziert wurde und sehr stark an den Zeichen- und Animationsstil japanischer Animes angelehnt ist. Es geht um den jungen Aang, der als der Avatar geboren wurde, ein Mensch, der alle vier Elemente beherrschen kann. In der Serie sieht man seinen Werdegang zum Herrn der Elemente, der vom großen Kampf gegen die Feuernation begleitet wird.

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Die Legende von Korra ist nun die Fortsetzung davon. Die Geschichte spielt etwa 70 Jahre nach der Avatar-Serie und Aang ist bereits tot. Vor seinem Tod gründete er die Stadt Republika, in der fortan alle Bändiger und Nicht-Bändiger friedlich zusammenleben sollen. Der wiedergeborene Avatar erscheint in Form des kleinen Mädchens Korra, das bereits die Elemente Erde, Feuer und Wasser beherrscht. Sie kommt vom Wasserstamm und wird in den Bändiger-Künsten ausgebildet. Die Handlung setzt zu Korras Teenager-Zeit ein(ein genaues Alter wurde meiner Erinnerung nach nicht genannt, aber ich schätze sie auf 15-17), nachdem sie gerade die Feuerbändiger-Prüfung bestanden hat. Nun soll sie von Tenzin, einem der Söhne von Aang in der Kunst des Luftbändigens trainiert werden. Dazu macht sie sich auf den Weg nach Republika.  In der Stadt angekommen muss sie feststellen, dass von dem erhofften Frieden leider jede Spur fehlt. Kleinere Banden treiben in den Straßen ihr Unwesen und ein mysteriöser Maskierter namens Amon schürt den Hass der Nichtbändiger gegen die Bändiger. Mit seinen geführchteten Equalisten will er die Bändiger ihrer Kräfte berauben und alle Menschen gleichschalten (irgendeiner kommt wohl immer wieder auf diese Idee, was…-_-).

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Die Geschichte ist stets eine Mischung aus dem Bändiger-Training von Korra, den Bändiger-Wettkämpfen, die sich mittlerweile zu einem Sport entwickelt haben, und dem Kampf gegen Amon. Dabei schwebt immer die Bedrohung durch die Equalisten wie ein dunkler Schatten über der Stadt, was man auch an den vielen dunklen Farben merkt, die bei den Animationen verwendet werden. Die Serie weiß aber trotzdem durch kleine Comedy-Einlagen und SD-Zeichnungen die Stimmung etwas aufzuhellen und eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Insofern hält sie sich an das Erfolgskonzept des Vorgängers. Die Kämpfe der Bändiger sind in meinen Augen atemberaubend und sehen einfach genial aus. Wenn man Korra sieht, wie sie sich in einer Wasserfontäne aus dem Meer schraubt oder die Feuerbändiger mit ihren akrobatischen Einlagen den Gegnern einen Tritt nach dem anderen verpassen, dann kribbelt es einem richtig im Bauch.

Im Gegensatz zu anderen (rein japanischen) Animes ist Korra nicht so dermaßen übertrieben und die Liebesgeschichte wirkt auch nicht so schnulzig. Es ist in seiner ganzen Art einfach alles sehr überzeugend. Korra hat zum Einen mit der Bürde zu kämpfen, als Avatar stets stark zu sein und die Menschen zu beschützen, zeigt aber zum Anderen auch ganz natürliche Schwächen und Unsicherheiten. Schließlich ist sie trotz allem noch ein Kind und kann ihre Gefühle noch nicht ganz einordnen. Aber auch die Bedrohung durch Amon ist sehr real dargestellt. Wenn er Korra gefangen nimmt und kurz davor ist, sie ihrer Bändiger-Kräfte zu berauben wird einem selber richtig Angst und Bange, zumal man bereits vorher sehen konnte, wie er dies bei andere Bändigern tat. Der Spannungsbogen geht also steil nach oben.

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ACHTUNG! SPOILER! (Start)

Die letzten Folgen fand ich wirklich sehr spannend. Sie waren um Einiges besser, als bei Avatar. Schließlich hätte ich nie erwartet, dass Korra doch noch ihre Bändiger-Kräfte verliert. Man hat bis zum Schluss gehofft, dass sie Amon besiegt. Dass es dann in so einer tragischen Geschichte endet, vor allem als Amon mit seinem Bruder flieht, hätte ich nicht gedacht. Das gefiel mir. Die Szene, als Korra dann auch noch die Verbindung zu ihren Ahnen aufbaute, war auch ein Gänsehautmoment. Eine wirklich plausible Erklärung gab es zwar nicht dafür, dass sie dann doch wieder die Verbindung zu den anderen Elementen herstellen konnte, aber der Avatar-Modus, in den sie dann ging , war ja auch schon im Vorgänger recht mysteriös und unerklärlich.

ACHTUNG! SPOILER! (Ende)

Die Animationen waren, wie bereits oben angedeutet, durch die Bank weg grandios und neben den Bändiger-Kämpfen wurden auch die Hintergründe mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Der Soundtrack war recht asiatisch gehalten mit sanften Flöten- und Harfenklängen. Er erinnerte auch etwas an diese typischen chinesischen Klänge, die man aus Spielen wie Shenmue kennt. Aber auch Jazzeinspielungen gab es, die die Szenen in Republika begleiteten. Alles in allem sehr verträumt, aber doch mitreißend.

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Mein Fazit:

„Die Legende von Korra“ ist ein Anime, der eigentlich keiner ist, aber trotzdem die Stimmung der japanischen Zeichentrickfilme perfekt einfängt. So manch eine japanische Produktion kann sich davon eine Scheibe abschneiden. Das Thema ist auch etwas ernster, als das von „Avatar – Der Herr der Elemente“ und eher an ein älteres Publikum gerichtet. Die Geschichte ist spannend und die Charaktere sehr ausdrucksstark. Korra bietet eine solide Mischung aus Spannung und SD-Comedy. Wem Avatar noch zu kindisch war, der wird mit dieser Serie sicherlich mehr Spaß haben. Eine zweite Staffel steht auch schon in den Startlöchern und soll diesen Monat in den USA über den Äther laufen. Hoffen wir, dass Nick sich auch hier wieder die Senderechte sichert.

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6 Kommentare zu “Review: Die Legende von Korra – Der Avatar ist zurück und er hat Brüste o_O

  1. Schöner Bericht, Avatar – Die Legende von Aang hat mir persönlich auch schon echt gut gefallen, auch wenn ich von die Produktion von Amerikanischen „Animes“ nicht immer so gefällt muss ich sagen das Avatar meinen Großen Respekt hat. =3

  2. Ein guter Bericht, ich denke nach Kappa Mickey ist die Avatar-Reihe auch das beste was Amerika Animes entgegenstellen kann, und ich habe auch kein problem damit das als „Anime“ anzusehen, mir ist das Herkunftsland relativ egal.

    Die Serie selber habe ich nicht gesehen, mich stört nur dieser Kampfsportaspekt, steht er denn so im Vordergrund? Das droht dann für mich in die beyblade Ygo-Seriensymomatik zu verfallen wo es letztendlich dann nur noch um Wettkämpfe dreht, während die erste Avatar Serie ja als eine lange Reise inszeniert wurde.

    Hoffe du berichtest dann auch über die Fortsetzung ^^

    • Der Sport spielt nur am Anfang eine Rolle, und selbst dort keine extrem übergeordnete. Später wird es ja düsterer. Brauchst also keine Angst vor einem Beyblade-/Yu-Gi-Oh!-Klon zu haben, im Gegenteil^^.

  3. Bisher ist die Avatar-Thematik irgendwie an mir vorbei gegangen – weiß selbst gar nicht, wieso eigentlich. xD
    Ich fand den Animationsstil (wenn ich mal ein paar Szenen gesehen habe) eigentlich sehr gut und auch das Chara-Design spricht mich wirklich an. Zwischenzeitlich war ich wahrscheinlich abgeschreckt, weil ich mir im Fernsehen mal eine Folge ansehen wollte und sie irgendwie die ganze Zeit mit riesengroßen, nervigen Erklär-Texten unterlegt war. Später hab ich aber gehört, dass das wohl nicht bei allen Folgen der Fall ist!?
    Nachdem ich deinen Bericht zur Fortsetzung gelesen hab, bin ich auf jeden Fall überzeugt, dass ich da noch was nachzuholen habe. 😉

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