Die Kigaidere – Was ist das?

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Heute werde ich mal die Gelegenheit nutzen, um euch meinen Lieblingscharaktertyp in Mangas und Animes vorzustellen.

Wohl jeder, der diesen Blog liest und sich nur entfernt für Mangas und Animes interessiert, wird die typischen Charaktertypen in eben diesen Werken kennen. Tsunderes fühlen sich insgeheim zu jemandem hingezogen, verstecken das aber hinter ihrer kühlen und abweisenden Art. Danderes sind die ruhigen Vertreter, die zu schüchtern sind, um jemandem ihre Liebe zu gestehen. Kuuderes sind wie Danderes, nur etwas abgebrühter und cooler drauf. Und Yanderes würden für ihren Liebsten sogar morden und anderen Leuten die Zehnägel mit der Kneifzange rausziehen.

Mir ist jedoch aufgefallen, dass es keinen wirklich geläufigen Begriff für den Charaktertyp gibt, von dem ich nicht genug kriegen kann. Da ist es immer recht umständlich, zu sagen: „Ja, ich mag Charas, die … sind und meist wie … wirken …“. Aus diesem Grund möchte ich hier nun eine Bezeichnung für meinen Lieblingscharaktertyp prägen:

Die Kigaidere

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Kurz zur Begrifflichkeit: „kigaii“ ist japanisch für „gutmütig“ und „dere“ ist die typische liebenswürdig verliebte Art, die auch die anderen Typen aufweisen. Diese Charaktere wirken nach außen hin immer sehr ausgelassen und nichts scheint sie aus der Ruhe bringen zu können. Sie haben eine sehr entspannte Einstellung, können aber auch ernst werden. Dies artet dann aber nicht in einem riesigen Schreikrampf aus (wie man es bei Tsunderes oft hat), sondern wirkt dann eher beängstigend und kann sogar etwas Psychopathisches haben. Gerade, weil diese Charas oft die Augen geschlossen haben, wenn sie plötzlich ernst machen, bekommt man es als Gegenspieler schon mal mit der Angst zu tun. Im Allgemeinen sind Kigaideres aber sehr friedfertige Persönlichkeiten, die einfach gute Laune und Optimismus ausstrahlen, und das ist es, was ich so an ihnen mag (zumindest an den weiblichen Charas^^). Häufig erkennt man sie an Ausdrücken, wie „Are, are“ oder „Mah, mah“ im japanischen Dub, die meist mit „Meine Güte“ oder „Aber, aber“ übersetzt werden. Gefolgt wird dies von der unverwechselbaren Bewegung, bei der die Hand leicht an die Wange gelehnt wird.

Kigaidere Handbewegung

Kigaideres sind diejenigen, die (neben Danderes) wohl am meisten unterschätzt werden, obwohl sie viel mehr mentale Stärke als die meisten besitzen. Mal im Ernst: Wisst ihr, wie schwierig es ist in jeder Situation Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, ohne sich Wut, Ärger oder Trauer hinzugeben?

Eines der bekanntesten Beispiele wäre hier Tsumugi Kotobuki aus K-ON!. Sie ist der ruhige Kern der Gruppe. Stets freundlich, zuvorkommend und dabei einfach unverschämt süß. Sie ist auch mein Lieblingschara von den 5 Mädels. Aber auch Mirajane Strauss aus Fairy Tail fällt in dieses Schema. Sie ist stets gelassen und begrüßt alle Mitglieder der Magiergilde mit einem Lächeln. Wenn es allerdings ans Kämpfen geht merkt man schnell die verborgene unbarmherzige Ader, von der ich weiter oben sprach. Kigaideres mögen zwar Auseinandersetzungen nicht sonderlich, aber wenn es doch einmal unausweichlich ist, dann machen sie keine halben Sachen. Weitere Beispiele sind: Alicia Florence (Aria), Azusa Miura (iDOLM@STER), Miiko Inui (Acchi Kocchi).

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Manchmal fällt jedoch die Unterscheidung der Kigaidere zur Kuudere schwer. Nico Robin aus One Piece beispielsweise weißt Merkmale beider Charaktertypen auf. Sie würde ich aber eher als Kuudere einstufen. Wenn ihr euch aber mal nicht sicher sein sollt, dann lohnt ein Blick auf das Geburtsdatum und die Blutgruppe. Kigaideres sind meist im Sternzeichen Krebs geboren und haben Blutgruppe 0.

Was haltet ihr von diesem Charaktertyp? Mögt ihr lieber Kigaideres oder einen der anderen Typen (Tsundere, Yandere etc.)?

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14 Kommentare zu “Die Kigaidere – Was ist das?

  1. Ara ara, ara maa~

    Würde ja gerne mal sehen, wie Mugi beispielsweise Privat ist, ob das ganze also nur eine Fassade ist, oder sie wirklich diesen Charakter hat.

  2. Ich persönlich mag die Tsunderes am liebsten, denn der Zuschauer bekommt eine Ladung Humor geboten gepaart mit dem Gefühl der Zufriedenheit, wenn die beiden Charaktere dann doch zusammenfinden und man die ganze Zeit mitfiebert, wann es denn endlich soweit ist. Am eindrucksvollsten fand ich die Beziehung zw. „The Mad Scientist“ – Okabe und Makise Kurisu aus Steins;Gate denn neben der Tsundere-Angelegenheit, kamen noch die Spünge durch die Weltlinien hinzu, die eine zusätzliche Schwierigkeit hinzubrachten.

    Im Grunde finde ich es schade, dass diese Charakterzustände sehr erdacht sind, und es keine tatsächlichen Ausprägungen der Art gibt – jedenfalls habe ich noch niemanden kennengelernt^^
    Wie seht ihr das?

    • Gegen Tsunderes hab ich prinzipiell auch nix. Allerdings wären mir die im RL viel zu anstrengend^^. Aber ich glaube wenn man genau hinschaut, dann findet man solche Charaktere auch in echt. Nur sind sie da nicht so extrem ausgeprägt. Danderes gibts da genug. Nur bei Yanderes wirds schwer XD.

      • Gut mit den Danderes könntest du recht haben, nur spiegelt sich dies nicht so in ihren Charaktern wieder, z.B. die typischen Stockanfälle, wenn sie gerade mit Person X reden…

  3. Yanderes haben auch was, leicht psychotische Figuren haben zumindest einen hohen Unterhaltungswert XD Kigaidere hm, sind ja auch viele Mütterliche Nebenfiguren die dann sogar niemals ausrasten, wie die Schwester/Dienstmädchen aus Monster Princess

    Ein unterhaltsamer Artikel allemal ^^

  4. Hm, in die Kategorie Kigaidere dürfte wohl auch Belldandy fallen. Mit der möchte man sich auch nicht anlegen. Hat weder vor Urds Mutter noch vor den Walküren Angst und wenn sie sauer wird, stehen alle stramm. Die eiserne Faust im Samthandschuh trifft’s eigentlich recht gut.

  5. Pingback: Peachcake Fansubs » Hentai Ouji To Warawanai Neko. 01

  6. Nach der Beschreibung würde ich Makoto Kosaka aus Genshiken als Beispiel für einen männlichen Kigaidere sehen. Immer gut drauf und Sunnyboy, selbst wenn ne Bombe im Raum hochgeht.

  7. Ich bin auch Krebs … ich habe auch Blutgruppe 0 … Hach, ich bin eben anders XD Oder vielleicht bin ich auch so, wer weiß das schon ^^ Es gibt so wenige Mugi Fans, das ich immer vergesse, das du einer bist. Warum auch immer … ich bin ja ziemlicher Yui/Azusa/Mio Fan, aber den Rest der Serie mag ich auch … Interessanter Gedanke, jetzt bin ich wieder etwas schlauer …

  8. Pingback: Happy Birthday, Mugi-chan! | Alex' Anime Allerlei

  9. Pingback: Warum man ARIA einfach schauen sollte… | Alex' Anime Allerlei

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