Erlebnisbericht: ChisaiiCon 2013 in Hamburg

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Wer Nanodesus Blog aufmerksam verfolgt, der hat sicher schon längst erfahren, dass ich dieses Wochenende auf der ChisaiiCon war. Was es dort alles zu erleben gab und ob es überhaupt was zu erleben gab, erfahrt ihr nun hier.

1. Con-Tag – Freitag

Joah, viel stand an dem Tag nicht an. Immerhin musste ich nach Feierabend erst einmal 4 Stunden nach Hamburg tuckern. Autos sind zwar extrem praktisch, aber leider kann man während des Fahrens nichts anderes machen. Da beneide ich immer die Bahnfahrer. Obwohl die sich wieder mit anderen Problemen rumschlagen müssen;-).

Gegen ca. 21 Uhr erreichte ich dann das Con-Gelände, wo ich mir meine 3 Tageskarten abholte (vielen Dank nochmal an iSuckuBlow, der mir seine Karten überlies^^) und machte mich dann auch gleich zur bereits laufenden letzten Veranstaltung dieses Abends, der Versteigerung, wo ich auch Kureno und Nipah traf. Neben Dakimakuras, Figuren und allerlei unnützen Kram wurden ab 22 Uhr die 18+-Sachen angeboten. Kureno sicherte sich ein Seinen-Manga-Magazin, dessen Inhalt uns bis heute ein Rätsel ist (na ja, wenigstens gab es Bikini-Fotos). Seltsam war jedoch, dass eine bestimmte Frau haufenweise Schweinkram ersteigerte. Sollte wohl angeblich für ihren Freund sein… wer’s glaubt.

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Um ca. 0 Uhr endete dann auch schon der erste Con-Tag. Wir gingen noch fein zu Abend dinieren im Edellokal mit dem Namen „König des Burgers“ und traten unsere Reise zum Hostel an. Nipah hatte drei Betten in einem 4-Bett-Zimmer gemietet. Zu unserer Überraschung hatten wir jedoch bereits einen schlafenden Gast in dem noch freien Bett. Also gingen wir noch etwas in die Lobby, in der es gratis W-LAN gab, betrachteten den Loot und Kureno schrieb seinen Artikel.

 2. Con-Tag – Samstag

Ausschlafen war angesagt. Daher ging es erst gegen 11 Uhr los zur Con. Leider waren Nipahs Karten abhanden gekommen, weshalb wir erst einmal eine halbe Stunde alles im Zimmer umdrehten, nur um dann festzustellen, dass sie nirgends zu finden sind. Wir fuhren dann einfach auf gut Glück los und im Con-Büro wurden ihm dann für Samstag und Sonntag Ersatzkarten ausgestellt. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die netten und verständnisvollen Orgas.

Da wir den Storytelling-Workshop durch die Suche nach Nipahs Karten leider verpasst hatten, verbrachten wir erst einmal etwas Zeit im Händlerraum. Leider gab es hier neben vielen schönen Originalfiguren auch so einige Bootlegs/Fälschungen, die sich gekonnt zwischen den Originalen versteckten. Ansonsten war das Angebot zwar nicht so riesig wie auf der Connichi oder der LBM (mein italienischer Lieblingshändler war nicht da:-(), aber wir konnten doch ein paar Sachen abstauben. Allen voran die Doujinshis für 3 € und das 18+-Artbook waren schon einen Besuch beim Stammhändler meiner beiden Freunde, dem PJ, wert.

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Zum Mittag genehmigte ich mir ein paar Snacks im Maid Café. Die Doriyaki waren echt lecker. Anschließend ging es zu „Singen & Tanzen mit Bärchi“. Dieser hatte bereits am Vortag die Versteigerung moderiert und spielte nun querbeet durch alle (deutschsprachigen) Anime-Songs. Wer Lust hatte konnte auch mit auf die Bühne, um eben mit Bärchi zu singen und zu tanzen, wie der Name schon sagte. Kureno und Nipah ließen sich das nicht zweimal sagen und auch ein paar andere Fans füllten recht schnell die Bühne. Die Stimmung war super und zum Abschluss gab es – wie sollte es anders sein – eine Pollonaise.

Im Anschluss gingen wir zum Fandubbing-Workshop, wo Kureno und ich eine Szene (siehe Video) aus Danshi Koukousei synchronisieren durften. Nur so viel sei gesagt: Kureno ist der deutsche Tomokazu Sugita (zumindest sprachlich^^). Nipah durfte dann mit zwei Mädels eine Szene aus Baka to Test (siehe Video) dubben, wo alle von seinem Gestöhne hin und weg waren.

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Danach gingen wir etwas im Park hinter der Con spazieren. Dort traf ich auf FerusDoyle, der für OtakuTimes immer die monatlichen BD-/DVD-Previews macht und sich ebenfalls für die tollsten Anime-Trailer zu hierzulande lizenzierten Serien auszeichnet. Es war toll, jemand so bekanntes mal live sehen zu können. Andere wollen gerne mal Tom Cruise oder George Clooney hautnah erleben, aber ich finde es aber viel schöner bekannte Youtubler und Twitterer zu treffen.

Gegen 18 Uhr gab es dann Abendbrot beim König des Burgers und danach gaben wir uns Shinji Schneiders neuestes Programm im großen Saal. Auch wenn es diesmal nicht viel mit Manga, Anime und der Otaku-Community zu tun hatte, so sind seine Programme doch immer sehr unterhaltsam.

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Anschließend ging es schnurstracks in den Karaoke-Raum, wo munter deutsche Anime-Songs geträllert wurden. Da kommen immer richtig nostalgische Gefühle auf… hach.

Die Abendstunden verbrachten Kureno und Nipah dann gemütlich beim Pen & Paper RPG, während ich mich noch zu den letzten verbliebenen Yu-Gi-Oh!-Spielern gesellte und mir ein paar Duelle lieferte. Ab 22 Uhr gab es dann abermals eine 18+-Veranstaltung, diesmal aber im Gamesroom. Hier wurden hauptsächlich ZombiU und ein paar Beat’m-Ups gezockt.

Später im Hostel folgte die übliche Loot-Auswertung und Kureno schrieb seinen zweiten Artikel. Jedoch hatte ich für diesen Abend unser Zimmer „private“ buchen lassen (Nicht das, was ihr jetzt denkt!). Das bedeutete, dass wir in Ruhe dort rumgammeln konnten, ohne dass noch jemand in dem freien Bett schlafen würde.

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 3. Con-Tag – Sonntag

Am Sonntag ließen wir uns sogar noch mehr Zeit, da wir immerhin erst um 4 Uhr ins Bett gegangen waren. Wir checkten gegen Mittag aus dem Hostel aus und fuhren zur Con. Ich schnappte mir ein kleines Frühstück (bzw. eigentlich schon Mittagessen) im Maid Café und dann machten wir uns auf zum Anime-Quiz, das mal wieder (wen wundert’s) von Bärchi morderiert wurde. Das Spielprinzip war das gleiche wie in „1, ,2 oder 3“. Viele der Fragen waren echt knifflig, einige richteten sich aber auch an die bekannteren Serien wie Naruto, One Piece und Co.

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Danach unterhielten wir uns noch ein bisschen mit PJ an seinem Stand, ersteigerten ein paar Figuren-Schnäppchen in einer Mini-Auktion von ihm und ich tanzte mir einen Wolf zu den Songs von µ’s bei Dance Dance Revolution im Gamesroom. Schlussendlich machten wir uns zum letzten Workshop, Mahjong, auf, den ich ehrlich gesagt am interessantesten fand. Man sieht und hört von dem Spiel ja öfter in Mangas und Animes (ich denke da nur an Kogoro aus Detektiv Conan), aber bislang hat es mich nie so interessiert, dass ich mich damit näher beschäftigt hätte. Im Grunde ist das Spielprinzip jedoch dem Rommé sehr ähnlich. Lediglich die Punktevergabe erfolgt über Tabellen und ist sehr komplex. Nipah, Kureno und ich waren jedoch so begeistert davon, dass wir jetzt auch DEN Mahjong-Anime schlechthin, Saki, angefangen haben. Wir haben zwar in der ersten Folge überhaupt nix gerafft, aber nach 2 Staffeln sind wir sicher übelste Mahjong-Fags.

Danach war es dann aber auch wirklich Zeit abzuhauen. Ich brachte noch meine beiden nordischen Freunde zum Bahnhof und machte mich dann selbst auf den Heimweg, der jedoch durch Stau locker 1 1/2 Stunden länger dauerte als geplant:-(.

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Ein Megure-Cosplay. WTF oO?!

Un‘ jetzt ma‘ Butter bei die Fischä (AKA Mein Fazit zur Con):

Auf Nanodesu habe ich ja bereits ein kurzes Statement abgegeben, wie mir die ChisaiiCon gefallen hat. Sie hat mir genauso gut gefallen, wie jede andere Con auch, einfach weil man dort immer Gleichgesinnte trifft und ich diesmal sogar mit gleich zwei meiner Freunde dort zusammen rumhängen konnte. Für knapp 8 € pro Tag an Ticketgebühren bekommt man hier sehr viel geboten. Händler waren leider nicht sooo viele da. Da bin ich einfach durch die LBM und die Connichi zu sehr verwöhnt. Aber das Programm war sehr schön und deutlich umfangreicher, als auf der LBM. Es gab zahlreiche verschiedene Workshops, und eben auch solche, die nicht zum Standard gehören (z.B. Hanafuda, Mahjong, Pen & Paper RPG). Es war nicht total überfüllt, man konnte gemütlich dort herumgehen und sich auch mal ins Maid Café setzen, wenn man Lust hatte. Es gab sogar einen dieser japanischen Fotoautomaten.

Kurzum kann ich jedem, der aus dem Norden Deutschlands kommt und auch denen, die ein paar Stunden Fahrt nicht scheuen, nur empfehlen einmal auf die ChisaiiCon zu schauen. Diese Con ist definitiv einen Besuch wert.

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11 Kommentare zu “Erlebnisbericht: ChisaiiCon 2013 in Hamburg

  1. Bis du nächstes Jahr auch wieder dort? :> Bin jetzt ein bisschen Neidisch weil ich am Samstag doch nicht hingefahren bin, aber ich hatte von niemanden die Handynummer und bei den vielen Leuten bräuchte man STUNDEN zum suchen. D:

    Als ich eines der Videos angeklickt habe, dachte ich man hört eure Stimmen, aber das sind nur die Japanischen. LOS SYNCHRONISIERT DIE SZENEN!!!

    Vorsicht Alex, mich bestimmten Andeutungen muss man heutzutage vorsichtig sein, die Yaoi-Fangirlies lauern überall! :c

    Inspektor Megure hat aber deutlich Abgenommen…

    • Ach, das hätte man sicher auch über Twitter absprechen können. Das nächste Mal können wir ja Nummern austauschen^^.
      Unsere Synchros werden vermutlich erst in ein paar Wochen hochgeladen und dann hier einsehbar sein.

      Außerdem hab ich keine Angst vor Yaoi. Ein echter Mann steht da drüber *Brust schwell*!

  2. Hach schade das ich in Sachsen lebe, und DANK meiner Lehre nie irgendwo hinkomme (außer auf die LBM) … Echt tolles Event, muss man sagen! Bei so einem Workshop wäre ich ja auch gern mal dabei (also fandubben und so)! Mir fehlt nur leider das richtige Mikro (ach was red ich da! Meine gesammte technische Ausstattung ist für den Arsch!)! Aber … vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal auf ein anderes Event als die LBM zu kommen! Ansonsten: Toller Bericht, kann man nicht meckern!

    • Connichi ist eigentlich DIE Con, die sich am meisten lohnt. Bloß da muss man sich auch etwas vorbereiten bzw. sparen, wenn man Übernachtung, Tickets etc. alles bezahlen will. Aber da lohnt es sich wirklich am meisten^^.

  3. Weißt du das das Wort POLONAISE bei mir sozialphobische Angstzustände auslöst? XD Ich hoffe man stellt mich nie vor die Wahl mir die hand abzuhaun oder bei einer Polonaise zu tanzen, denn…naja okay, ich müsste zumindets lange grübeln xD

    Ein spaßiger Bericht allemal, Frauen die Schweinkram kaufen? und dann noch den Freund vorschieben, jaja das sagen sie alle *kopfschüttel über perverse Mädels* tsts. Was bedeutet denn der begriff Bootlegs bitte? ^^;

    Mahjong? Ich kann ja nichtmal Romme XD Ansich wie immer sehr flüssig zu lesen^^v

  4. Schöner Bericht. Schade das ich bei so was meistens nicht mitfahren kann >.<
    Muss für dich aber auch ein langer und anstrengender Anreisetag gewesen sein oder, nach der kurzen Nacht und Arbeit?! ^^
    Das Megure Cosplay finde ich…hat aber auch was 😀

  5. Pingback: Und so beginnt die große Synchronsprecherkarriere… nicht. | Alex' Anime Allerlei

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