Erlebnisbericht: Connichi 2013 (Teil 1)

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Endlich Wochenende und endlich Zeit, um sich ausführlich einem Artikel zur diesjährigen Connichi zu widmen. Dieses Jahr war ich zum ersten Mal volle 3(!) Tage vor Ort. Was ich so erlebt habe, erfahrt ihr nun hier.

Tag 1 – Freitag

Die Reise beginnt um ca. 9.30 Uhr auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Hier holte ich MetalFire ab und wir fuhren gemeinsam los. Kurz nach dem Mittag wurde jeder von uns an seiner Herberge abgesetzt. Die Con würde ja eh erst richtig um 2 Uhr beginnen, daher hatten wir noch Zeit in aller Ruhe auszupacken.

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Auf der Connichi angekommen durfte man sich wieder in die gefühlt 5 Kilometer lange Schlange einreihen, nur um dann ca. eine halbe Stunde später endlich in dem sagenumwobenen Foyer zu stehen.

Nach dem obligatorischen ersten Rundgang im Händlerbereich, wo es wieder allerlei tolle Figuren, T-Shirts, Daki-Bezüge, Cosplay-Accessoires, Mangas und Animes gab, beschloss ich in den Vortrag „Animation, Charakter- & Game-Design“ zu gehen. Ich stellte mir vor, dass das hier eine Anleitung für junge (Manga-)Künstler sein könnte, die ihr erstes Werk verfassen und bei den Figuren noch Hilfe brauchen, aber ich fehlte weit. Dies war nämlich ein Vortrag der Spieleentwickler Daedalic Entertainment, die bereits Spiele wie „Edna bricht aus“, „Deponia“ oder auch das neue „Memoria“ entworfen haben. Sie haben sich größtenteils auf 2D-Point-and-Click-Adventures spezialisiert und erzählten hier etwas von ihrer Arbeit an Deponia.

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Ich fand es sehr interessant, zu erfahren, wie aufwendig die Animationen von Szenen sein können, die im finalen Spiel vielleicht gerade einmal 5 Sekunden dauern. Aber auch bestimmte Kleinigkeiten an Charakteren, wie ein silberner Knopf, können den Animateuren graue Haare wachsen lassen (bedenkt man allein die immer identische Positionierung und Spiegelung solch eines kleinen Knopfes an der Kleidung). In einer Präsentation konnte man dann auch verschiedene Entwürfe aus der Entwicklung der Charaktere sehen. Alles in Allem war es interessanter, als ich vermutet habe.

Anschließend wurde der Games-Room ausgekundschaftet, wo wieder einmal haufenweise Beat’m-Ups zum gemeinschaftlichen Verkloppen einluden. Wer wollte, konnte sich hier auch einiges an Game-Merchandise zu Assasins Creed, Zelda, Halo und Co. besorgen. Ich fand es nur toll, dass auch mein heiß geliebtes Dead or Alive 5 sehnsüchtig darauf wartete, von mir gezockt zu werden^^.

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Vorstellung der Gäste auf der Eröffnungsveranstaltung

Nach einer kurzen Spielepause ging es dann aber auch schon weiter Richtung peppermint anime Panel. Der noch recht junge deutsche Publisher stellte sein aktuelles Programm rund um Swort Art Online, dem bald kommenden Fate/Zero und seine Simulcasts vor. Kurz für die, die es nicht wissen: Simulcast bezeichnet das Ausstrahlen von untertitelten Animes (bei uns natürlich auf deutsch) nahezu zeitnah mit der Ausstrahlung im japanischen TV. Hier bietete peppermint ja bereits im Frühjahr Valvrave The Libertor und seit dem Sommer Silver Spoon an. Man kann die Animes jeweils  für 2,50 €/Folge oder einen ganzen Anime für 15 € somit sofort und auf unbegrenzte Zeit mit deutschen Untertiteln schauen. Peppermint wies auch auf ihre Cooperation mit MyVideo hin, wo man die Folgen ebenfalls nach der Ausstrahlung eine Woche lang sogar kostenlos sehen kann.

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Da Fate/Zero aber erst im Januar nächsten Jahres auf DVD und Bluray erscheinen soll, will peppermint den deutschen Anime-Fans die Zeit mit weiteren Simulcasts versüßen. Hier sind im Herbst Valvrave Staffel 2, Samurai Flamenco und Kill La Kill geplant. Auf letzteren Anime freue ich mich am meisten, da hier das komplette Team von Gurren Lagann mitarbeitet, die sich schon vor einiger Zeit vom Studio GAINAX getrennt und ein eigenes Animationsstudio mit Namen TRIGGER aufgemacht haben. Allein der Trailer verspricht schon mal Epicness pur^^. Nachdem im Anschluss dann noch ein paar Fragen beantwortet wurden, wo sich auch kritische Fansubber zur Qualität der Simulcasts äußerten, gab es noch eine Autogrammstunde mit Patrick Keller (Kirito aus Swort Art Online) und Nina Armschläger (Lizbeth aus Swort Art Online), von denen ich mir jeweils ein Signum sicherte. Danach unterhielt ich mich noch ein wenig mit den Fansubber-Kollegen, was auch sehr aufschlussreich war.

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Nun wurde es auch langsam spät und der Abend neigte sich dem Ende zu. Das Programm auf der Connichi war jedoch noch nicht vorbei. Ich schleppte meinen müden Körper noch zu einem weiteren Vortrag/Panel, was ich auch nicht bereuen sollte. Der Name „Japan auf den zweiten Blick“ wirkte schon mal interessant. Ein junger Austauschstudent aus Leipzig berichtete über seine ganz persönlichen Erfahrungen von der Insel, die er in einem Jahr dort sammeln konnte. Er gab einen historischen Einblick in die Insel Okinawa an der Südspitze Japans, die durch ihre Stellung zwischen Japan und China bereits so einiges über sich ergehen lassen musste. Von ihm erfuhr man auch, dass Japaner dort, wo viele Menschen hinschauen, meist sehr reinlich und ordentlich sind, aber sobald es an abgelegenere Stellen geht, das Umwelt – und Sauberkeitsbewusstsein schnell nachlässt. Auch die vielbeschriebene Unlust zu Demonstrationen, die den Japanern nachgesagt wird, ist so nicht ganz berechtigt, auch wenn sie, was das angeht, doch oft zurückhaltender sind als wir Deutschen. Der Vortrag war auch ein schöner gediegener Abschluss dieses Freitags, an dem ich schließlich kurz nach 11 Uhr im Hotel ankam und mich in mein Nest legte.

Und zum Abschluss des ersten Teils gibt es noch ein Paar Cosplay-Fotos und ein schickes Gefährt. In diesem Sinne: Brumm, brumm!

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Sasha Braus aus Shingeki no Kyoujin (Attack on Titans)

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Strap-Man aus den sagenumwobenen Comics „The Amazin Strap-Man“, „Strap-Man: The Beginning“ und „Strap-Man und Handyclip-Boy“

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Brumm, brumm! Toyota Supra! (original japanisch als Rechtslenker :3)

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7 Kommentare zu “Erlebnisbericht: Connichi 2013 (Teil 1)

  1. Püh, hör nicht auf sie Alex, besser später und ausfürhlicher als hatsig und subjektiv ^^

    Deadalic? Ach Edna bricht aus und Harveys neue Augen waren schon tolle Spiele, es muss ja nicht immer Japan sein ^^ Danke dir du Lump: Ich hatte tatsache nach Strap Man gegoggelt! XD Schöner Bericht, hoffe auf den nächsten Tag ^^

  2. Pingback: Connichi - Steckbrief auf Animexx.de

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