Review: Love Lab – Verlieben lernen ist nicht schwer, verliebt sein dagegen sehr

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Seit Langem gibt es mal wieder eine Review meinerseits. Nicht zu guter Letzt, weil die Summer Season dieses Jahr mal wieder im Schnitt sehr gut ausfiel. Was früher alles Gutes im Frühjahr und Herbst rauskam, scheint nun alles in den Sommer gepackt zu werden. Als wenn Otakus nicht noch einen Grund bräuchten, bei schönem Wetter in der Bude zu hocken…

Aber ich schweife ab. Immerhin steht die heutige Review ganz im Zeichen der „Liebe“. Es geht um den Anime „Love Lab“.

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In Love Lab begleiten wir das Mittelschülerleben der jungen Riko. Sie hat mittellange orangene Haare und ist bei Ihren Mitschülerinnen nur als „Die Wilde“ bekannt. „Nur bei Ihren Mittelschülerinnen?“, fragt ihr euch jetzt sicher. Ja, denn wir befinden uns mal wieder an einer reinen Mädchenschule (sei gegrüßt, K-ON!). Als sie eines Tages auf einen Botengang in das Büro der Schulsprecherin Maki kommt, staunt sie nicht schlecht, als sie diese sieht, wie sie ein Dakimakura knutscht (manche nennen sie liebevoll „Fickkissen“, auch wenn „Seitenschläferkissen“ der korrekte deutsche Begriff ist^^). Dies ist nämlich kein geringerer als ihr treuer Liebhaber „Dakki“.

Maki ist zwar sehr beliebt bei Schülern und Lehrern, aber hat leider so überhaupt keine Ahnung, wie es mit der Liebe läuft. Nach einer Reihe von Missverständnissen, die Riko für sie wie den Liebesguru schlechthin dastehen lassen, schleift sie diese quasi in den Schülerrat, um von ihr Liebeslektionen zu lernen. Und als wäre das nicht genug, treten dann auch noch die anderen Mitglieder des Schülerrats auf den Plan…

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Man merkt eigentlich schon von Anfang an, dass die Story mehr in die Shoujo-Sparte schlägt. Fast der gesamte Cast besteht aus Mädchen und so gestalten sich dann auch die Gesprächsthemen. Dabei ist es immer wieder witzig, wie naiv Maki sich ihren „Traumprinzen“ vorstellt (wobei hierbei meist Dakki herhalten muss). Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wird Comedy hier SEHR GROSS geschrieben. Slapstick gibt’s am laufenden Band, was mal wieder genau meinen Nerv traf. Aber gut, was soll man auch anderes von den Yuru Yuri-Machern erwarten^^. Auch werden immer wieder Anime-Klischees auf die Schippe genommen und damit die berüchtigte 4. Wand durchbrochen (ein paar Beispiele seht ihr in den Screenshots hier). Auch wenn der Gag mittlerweile oft gebracht wird, so ist es trotzdem immer wieder zum Schießen, wie sich Charas selbst als Tsunderes bezeichnen, beim Versuch, süß auszusehen sich selbst das Gesicht entstellen oder der Vater seinen Jungen darauf aufmerksam macht, wie grausam Frauen sein können. So geht Kindererziehung!

Die Story an sich entwickelt sich dabei jetzt nicht so stark, wie sie vielleicht könnte, sondern bleibt mehr im typischen Slice-of-Life-Setting gefangen. Eigentlich geht es immer nur darum, wie die Mitglieder die „Liebeslektionen“ vor den Lehrern geheimhalten und wie Riko es Mal um Mal nicht schafft, Maki zu gestehen, dass sie kein Liebesguru ist, sondern selbst oft genug abgeschossen wurde. Die Komik macht’s halt.

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Neben den abgedrehten Seiten, zeigen die Charas aber auch oft genug, wie süß sie doch sein könnnen. Allen voran Riko, die zwar als Tomboy vorgestellt wird, aber meiner Meinung nach, am weiblichsten von allen rüberkommt. Definitiv einer meiner Lieblingscharaktere diese Season.

Natürlich darf aber auch der kleine, niedliche Tollpatsch nicht fehlen, dessen Rolle Suzune hier einnimmt. Daneben gibt es noch die Schatzmeisterin Sayori, die jedes Mal Yen-Zeichen in den Augen bekommt, wenn es um Kohle geht und die obligatorische Tsundere in Form des Rotschopfes Eno mit fucking buschigen Augenbrauen!!! Und wir wissen ja alle, dass seit K-ON! und Mugi buschige Augenbrauen eine echte Frau ausmachen. Also, Mädels, schmeißt die Rasierer weg und lasset das Grün gedeihen!

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Animationstechnisch gefiel mir der Anime sogar sehr gut, weil die Charaktere hier nicht einfach starr dastanden und den Bauchredner mimten, sondern man wirklich viel Bewegung sah. Sein es die Haare oder allgemein die Gesichtszüge, die sehr lebendig wirkten. Dadurch kamen auch die Comedy-Szenen viel besser rüber. Ist aber auch klar. Slapstick wirkt nun mal einfach nicht, wenn sich diejenigen wie Roboter bewegen. Und genau diese Szenen wurden auch oft in SD dargestellt, was das Ganze nochmals unterstrich. Hier hat man gute Arbeit geleistet.

Der Soundtrack wirkte etwas so, als hätte man eine CD, die es vor 10 Jahren zur BRAVO dazugab, eingeworfen. Eben ziemlich „girly“ und poppig, passend zur Serie, aber nicht zu quietschig.

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Mein Fazit:

Love Lab ist wie schon Yuru Yuri ein lustiger Comedy-Anime, der vor allem mit Shoujo-Humor überzeugen kann. Allerdings ist er mit seinem Slapstick und seiner Situationskomik meiner Meinung nach nicht nur für das weibliche Publikum geeignet, sondern weiß jeder(M)ann zu unterhalten. Typische Romance sollte man allerdings nicht erwarten (auch wenn der Titel es vielleicht vermuten lässt). Es gibt zwar einige männliche Nebencharaktere, die nicht nur gesichtslose Random-kuns sind, aber wirklich entwickeln tut sich hier nichts.

Wen das aber nicht stört und wer Haudrauf-Comedy für zwischendurch etwas abgewinnen kann, der sollte definitiv mal reinschauen. Für Fans von Yuru Yuri ist er auf jeden Fall Pflicht.

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8 Kommentare zu “Review: Love Lab – Verlieben lernen ist nicht schwer, verliebt sein dagegen sehr

  1. Alter, was geht’n jetzt *sich die Augen reib*?! xD
    Kann es sein … Oh Gott, das Review ist wirklich echt, ich kann es nicht glauben. OMG! xD *Drama Modus Off*

    „Verlieben lernen ist nicht schwer, verliebt sein dagegen sehr“

    Ach ja, das kenne ich irgendwoher … ich wundere mich gerade, warum ich Love Lab nie angefangen habe. Eigentlich würde das Ganze in meine Sparte fallen, Romance mag ich an sich auch. Der Augenbrauen Counter ist schon irgendwie witzig, jetzt lasse ich meine vielleicht doch dran, wenn das jetzt in ist xD.

    „Fast der gesamte Cast besteht aus Mädchen und so gestalten sich dann auch die Gesprächsthemen.“

    Man nannte es Slince Of Life, dass mit den Mädels sollte keinen wundern xD. Ich kenne auch keine Slince Of Life Anime, die auch nur mit Jungs auskommen. Die gibt es zwar *hust*, aber davon konnte mich kein einziger begeistern. Wahrscheinlich mag ich meist die weibliche Fanbase nicht, aber nya …

    „Wen das aber nicht stört und wer Haudrauf-Comedy für zwischendurch etwas abgewinnen kann, der sollte definitiv mal reinschauen. Für Fans von Yuru Yuri ist er auf jeden Fall Pflicht.“

    Wird wahrscheinlich noch nachgeholt, der Haufrau-Counter is ja auch so ziemlich meins. Yuri Yuri hatte ich angefangen, aber ich werd wahrscheinlich auch ohne auskommen. Alles eine Frage der Organisation xD.

    Damit verabschiedet sich Hotte-chan erstmal aus der Comment-Box, sie wird erst wieder bei was anderem nerven und wollte noch sagen: „E-Es ist nicht so, als hätte ich das wegen dir gelesen, Baka!“ oder so … Haste fein gemacht.

    • „Der Augenbrauen Counter ist schon irgendwie witzig, jetzt lasse ich meine vielleicht doch dran, wenn das jetzt in ist xD. “
      >>Gilt nur für Anime-Mädels :3.

      „Man nannte es Slince Of Life, dass mit den Mädels sollte keinen wundern xD. Ich kenne auch keine Slince Of Life Anime, die auch nur mit Jungs auskommen. Die gibt es zwar *hust*, aber davon konnte mich kein einziger begeistern.“
      >>WIE KANN SIE NUR DANSHI KOUKOUSEI LEUGNEN?! HEXE! VERBRENNT SIE!!!

  2. Comedy? Was zu lachen? Dann ist das ein Muss^^
    Super Review, dass mich sofort überzeugt hat mal reinzuschauen (Ganz nebenbei, mir gefällt bei deinem Schreibstil die Ausführlichkeit auch auf die kleinen Details einzugehen 😉 )

    Die einzige Frage die sich mir stellt ist, dass du dir den Anime scheinbar von einer Englischen Subgroup angeschaut hast. Kennst du vielleicht eine gute deutsche Subgroup die sich um den Anime bemüht? Ansonsten muss ich selbst mal recherchieren 😀

    Greets

    • Auf Deutsch machen das nur Futarialone– und Kamisama-Subs als Coop. Hab den Sub gesehen und er ist jetzt keiner, den ich bedenkenlos empfehlen würde, aber man kann ihn lesen.
      Aus dem Grund habe ich mir auch den englischen Sub angeschaut. Probiers einfach mal bei denen.

      PS: Da die Reviews ja scheinbar doch recht gut ankommen, werde ich mich wohl doch in nächster Zeit intensiver darauf stürzen^^.

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