Erlebnisbericht: Manga-Comic-Convention 2014 (1)

Die Manga-Comic-Convention bekam dieses Jahr zum ersten Mal eine eigene Halle auf der Leipziger Buchmesse. Das bietet natürlich Platz für viele neue Stände und Events, oder nicht? Ob dem so war, erfahrt ihr nun hier.

Tag 1 – Donnerstag (13.03.2014)

Den späten Donnerstagnachmittag nutzte ich, um in aller Ruhe meinen Presseausweis zu validieren und einmal vor dem ganzen Tumult am Wochenende mir ein Bild von der Messe zu machen. An Freiraum zum Bewegen fehlte es diesmal überhaupt nicht, da die Anzahl der Geschäfte sich zumindest meiner Meinung nach nicht großartig erhöht hatte. So wurden jedoch die Gänge breiter gezogen und es gab Platz für eine große Showbühne (die es in den Jahren davor auch schon gab, welche aber meist nur für Cosplay genutzt wurde) und einen ausladenden deutschen Doujinshi- und Fanart-Markt.

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Ich nutzte daher die Gelegenheit, um schon einmal etwas „vorzushoppen“ und dem Massenandrang auf die Geschäfte an den darauffolgenden Tagen zu entgehen.

Tag 2 – Freitag (14.03.2014)

Am darauffolgenden Tag traf ich dann frühs a1do255 (im Folgenden einfach „aldo“), der mich die weiteren Messetage begleiten würde. Wir liefen etwas durch die Hallen, trafen MetalFire, Anna-Sadako und HotaruKiryu, und blieben am Stand von Turbine Dresden hängen, die eindrucksvoll die Kunst des Kyudo, des japansichen Bogenschießens, demonstrierten. Da ließen sich aldo und ich es natürlich nicht nehmen, das Ganze auch mal auszuprobieren. Dieser Sport unterliegt sehr strengen Regeln, was man an der Vielzahl an Schritten, die zu beachten waren, merkte. Die junge Frau erklärte uns das jedoch sehr gut und so sahen unsere ersten Schützenversuche nicht ganz so miserabel aus.

Nach einem kleinen Shopping-Abstecher ging es in den neu aufgestellten Workshop-Bereich. Hier wurden in drei Präsentationsbereichen die ganzen Tage über Vorträge zu Mangas zeichnen, Cosplays schneidern und Japanisch lernen angeboten. Wir gingen jedoch zum ersten Teil eines Storytelling-Workshops mit Bastien Anderie-Meyer, der sich mit dem Thema „Klischees“ beschäftigte. Der junge Student aus Leipzig klärte uns darüber auf, wie Klischees in Geschichten verwendet werden (können) und wie man sie umgeht. Dies sorgte für allerhand Schmunzler, da natürlich jeder die klassischen Klischees – gerade in Mangas und Animes – kennt. Im Anschluss an den Vortrag durften wir auch selbst versuchen, eine möglichst von Klischees befreite Geschichte zu entwerfen und vorzustellen. Dabei kam auch allerhand Unsinn raus. Alles in allem ein sehr witziger Workshop.

Anschließend teilten wir uns auf und ich als alter Shoujo-Fan ging zu der Präsentation „I LOVE SHOJO“, die am Schwarzen Sofa stattfand. Entgegen meinen Erwartungen wurden hier hauptsächlich die Mangas der neuen PR-Kampagne von Tokyopop vorgestellt, die besonders auf die (weiblichen) Shoujo-Mangafans abzielt. Jedoch war die Vortragende Kristin Eckstein sehr kompetent, hatte sie doch auch ihre Doktorarbeit(!) zum Thema Shoujo-Mangas geschrieben. So gab es auch ein paar interessante Fakten zur Entstehung der Shoujo-Mangas in Japan und die damit verbundenen Stilmittel. Im Sommer diesen Jahres soll ihre Arbeit auch veröffentlicht werden. Für Shoujo-Begeisterte lohnt es sich wirklich, da mal reinzuschauen.

Danach folgte auch gleich die nächste Gesprächsrunde, und zwar mit keiner geringeren als der Synchronsprecherin von Lisa Simpson und Bunny Tsukino aus Sailor Moon, Sabine Bohlmann. Sie stellte zusammen mit dem Panini Verlag den neuen Comic „Die Simpsons auf Bayrisch“ vor. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das wirkt, als wenn es aus einer Laune der Panini-Redaktion heraus entstanden ist. Sabine wurde auch nur zufällig dafür ausgewählt, da sie nicht nur die Lisa spricht, sondern auch noch gebürtige Münchenerin ist und Bayrisch ihr im Blut liegt. Es war also sehr witzig, wie sie aus dem Comic vorlas und einige bayrische Begriffe und Eigenarten zum Besten gab. Allgemein hat der Comic aber wenig mit Bayern zu tun, da es einfach nur 2 Simpsons-Geschichten sind, die dann eben in bayrischer Mundart übersetzt wurden. Ich finde aber, einen Kauf ist es trotzdem wert, zumal auch bald „Die Simpsons auf Hessisch“ und „Die Simpsons auf Sächsisch“ kommen sollen.

Und damit war der Freitag auch schon so gut wie vorbei.

*** Teil 2 folgt morgen ***

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4 Kommentare zu “Erlebnisbericht: Manga-Comic-Convention 2014 (1)

  1. Pingback: Alex goes Presse MCC 2014 | RedStar-Enterprises

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