Erlebnisbericht: Manga-Comic-Convention 2015 (2)

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Hier folgt nun der zweite Teil des MCC-Berichts mit den beiden besucherstärksten Tagen der Messe.

Tag 3 – Samstag (14.03.2015)

Den Samstag nutzte ich zum Großteil, um mich mit alten Bekannten und Freunden wie Hotaru Kiryu, Shima-chan, Vigi oder Arisa zu treffen. Shima und ich ließen die Chance nicht ungenutzt, unsere Yu-Gi-Oh!-Decks gegeneinander zu testen, auch wenn es wegen des großen Andrangs sehr schwierig war, einen Sitzplatz zu finden.

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Generell wurden mal wieder alle bedeutenden Events auf den Samstag verlegt, weshalb man, wenn man wollte, von einer Show zur nächsten rennen konnte. Ich setzte mich dann einfach mal zur Modenschau auf der großen Bühne. Ja, ihr habt richtig gehört, es gab eine Modenschau!

MyCostumes stellte ihre Yakitori-Linie vor, die für den und die modebewusste(n) Otaku von Welt neue Maßstäbe setzen sollte. Viele Kleidungsstücke gab es für Jungs/Männer nicht und die meisten waren auch eher schrill von der Farbgebung. Damit konnte ich nichts anfangen. Aber für die Mädchen war sicher das ein oder andere Stück dabei, was man schon mal in der Öffentlichkeit zeigen kann, ohne gleich schief angesehen zu werden. Ich bin mal gespannt, ob es das nächstes Jahr wieder geben wird.DSCF0866 DSCF0871Außerdem gab die japanische Sängerin a:ruko ihre musikalischen Künste zum Besten und brachte uns ein paar Cover japanischer Ani-Songs (ähnlich wie schon Shiroku). Sie hatte jedoch einen osteuropäischen Komparsen, der sie auf dem Keyboard begleitete. Insgesamt waren ihre Songs aber weniger poppig als die von Shiroku sondern eher ruhiger und balladenhafter. Aber macht euch selbst ein Bild bzw. Video davon.

Tag 4 – Sonntag (15.03.2015)

Am letzten Tag der MCC ging es besonders früh los. Wir waren diesmal sogar vor der Öffnung der Halle da, weil wir uns noch mit Gebbi, Muetsch, Switte und Co. von nanaone trafen, die den Sonntag für ihre „Pressearbeit“ nutzten.

Bereits kurz nach Eintritt besuchten wir gemeinsam einen Workshop unter dem Namen „Kamishibai – Ein Einblick in japanische Bildermärchen“. Und das bekamen wir dann auch. Eine Mitarbeiterin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Leipzig trug uns zwei Märchen mit Hilfe eines kleinen hölzernen Schaukasten vor, wie man ihn vielleicht aus Kindergärten kennt. Momotaru und die Kranichprinzessin standen auf dem Programm und wurden, wie ich finde, sehr schön und entspannt vorgetragen. Wie die junge Frau mir mitteilte, werden solche Geschichten in der Form sogar schon in manchen Kindergärten der Republik so erzählt.

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Danach setzten wir uns in aller Ruhe zum Vorentscheid des Cosplay-Wettbewerbes und begutachteten ein wenig die Kandidaten. Deren schauspielerisches Können war zwar meistens eher mangelhaft, aber ein paar witzige Szenen gab es schon. So wurde z.B. das bekannte Rocko-Lied aus Pokémon mit Schwester Joy und Officer Rocky nachgestellt und Edward Elric wurde aufgrund seiner Zerstörungswut von Colonel Mustang in die Schranken gewiesen. Es gab sogar einen Narutu-Rapper, der uns seine Rhymes entgegenschmetterte, aber leider nur den 2. Platz belegte, wie ich später erfuhr. Auch der als Luigi verkleidete Moderator war wieder mit von der Party und machte im Gegensatz zum Vorjahr seinen Job sogar recht gut.

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Am Nachmittag brachte ich dann Nipah zum Bahnhof und verabschiedete mich auch von dem Rest der Gruppe. Und somit endete die diesjährige MCC dann auch wieder für mich.

PS: Für nähere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen am Sonntag und einen kleinen Rundgang über die Messe hört doch einfach mal in den Podcast der Jungs von nanaone rein.

Fazit dieser MCC

Joa, was soll ich schon sagen? Seit dem letzten Jahr hat sich jetzt nicht viel Weltbewegendes am Aufbau der MCC getan. Die Aufteilung der Stände blieb gleich, es war genügend Platz vorhanden, um sich auch an den vielbesuchten Tagen frei bewegen zu können und es gab wieder einige schöne Cosplays zu bestaunen. Das Anime-Kino war dieses Jahr etwas abseits der eigentlichen Action, was ich sehr positiv finde, da ich mir eh nie die Zeit nahm, wirklich konsequent Anime dort zu schauen. So wurde dann auch etwas mehr Platz für beispielsweise andere Stände frei.

Kritikpunkte bleiben leider immer noch das etwas mau gestaltete Programm, bei dem in diesem Jahr für mich irgendwie gar nichts Anständiges dabei war. Die als „Workshops“ ausgeschriebenen Veranstaltungen waren eigentlich eine Farce. Gerade die Storytelling- und Charakterdesign-Workshops, die ich immer gern besuche, waren nur ein kurzes Frage-Antwort-Spielchen, bei dem nicht so viel herumkam. Der Rest waren Zeichen- und Cosplay-Workshops, die zwar sicher die meisten Besucher ansprechen, denen ich aber so gar nichts abgewinnen kann. Hier kann man sich ruhig mal an den „richtigen“ Conventions wie der Connichi oder der Animagic ein Beispiel nehmen, wenn man das Ganze schon als Manga-Comic-CONVENTION verkauft.

Ansonsten finde ich es immer wieder schön, bekannte Gesichter zu treffen und einfach mal „unter Seinesgleichen“ zu sein, auch wenn es nur für ein paar Tage ist. Ich hoffe also, dass ich im nächsten Jahr dann von vielen interessanten Events berichten kann, die neu ins Programm aufgenommen wurden und das ein oder andere persönliche Highlight erleben werde^^.

Kurioses dieser MCC

Mein altbekanntes Kuriositätenkabinett lass ich mir natürlich nicht nehmen und so sind mir auch diesmal ein paar (seltsame) Erlebnisse im Gedächtnis geblieben:

– Bereits in meinem Beitrag zur Connichi vor 2(?) Jahren erwähnte ich meine BANZAI!-Tasche*Link*, die bei den Japanern scheinbar sehr beliebt ist. Auch auf der MCC wurde ich mit den Worten „Coole Tasche!“ direkt mal auf dem Klo überrascht. Ob das nun ein spontaner Anmachspruch war, weiß ich nicht, aber ich werde den wohl demnächst mal ausprobieren. Frauen mögen es doch sicher auch, wenn man was Nettes über ihre Handtasche sagt, oder?

– Ein weiteres Klo-Ereignis folgt. Diejenigen von euch, die schon mal auf einer Convention oder einem Konzert waren, kennen das sicher: Vor dem Damenklo ist eine ellenlange Schlange, also denken sich ein paar pfiffige Mädels immer, dass das Herrenklo ja eigentlich auch nicht so übel ausschaut. Uns Kerlen macht das i.d.R. ja nicht viel aus (ich bin da zumindest ziemlich schamlos), aber ein Beamter vom Sicherheitsdienst fand das nicht so witzig und hat eins der Mädchen erst mal richtig zur Schnecke gemacht, als er sie aus der Kabine kommen sah. Also Mädels, denkt daran: Wenn wir uns bei euch hinsetzen müssen, dann müsst ihr bei uns auch stehen ;).

– Selbiges passierte mir und einer Freundin aber auch am Taiyaki-Stand, als wir bereits bezahlt hatten. Wir wurden von einem Ordner angeschnauzt, uns sofort vom Acker zu machen, weil die Messe nun schließt. Man merkt also, die Jungs nehmen ihre Aufgabe besonders ernst und jeder, der vor ihnen in der Essensschlange steht, hat es nicht leicht.

– Als Letztes habe ich ein Foto für die Nostalgiker unter euch. Ihr habt doch sicher damals Dr. Slump gesehen, oder? Für euch gibt es nun den Original-Kackhaufen aus der Serie. Wo genau man dieses kultivierte Stück Einrichtungskunst allerdings in der Wohnung platziert, müsst ihr eure Inneneinrichterin fragen.DSCF0837

Cosplay-Fotos

Und hier nun noch etwas fürs Auge. Auch dieses Jahr gab es einige ausgefallene Cosplays und sogar wieder Charaktere der aktuell laufenden Anime-Season zu sehen.

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Captain Falcon

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Die Battle Lovers aus Binan Koukou Chikyuu Bouei-bu LOVE! (in der Female Version)

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Maki, Eri, Nico und Kotori aus Love Live! School idol project

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Toujou Nozomi aus Love Live! School idol project ❤

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Ein sehr hübsches Mädchen, deren Charakter ich leider nicht kenne (wenn sie überhaupt jemand bestimmtes darstellen soll)

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Yami Yugi und Pegasus aus Yu-Gi-Oh!

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Das Team Pantsu auf Rekrutierungsmission

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Asterix und Obelix aus (wer hätte das gedacht?!) Asterix & Obelix

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Yukata und Konata aus Lucky Star!

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Evoli, Feelinara und Glaziola aus Pokémon

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Sora und Shiro aus No Game No Life

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5 Kommentare zu “Erlebnisbericht: Manga-Comic-Convention 2015 (2)

  1. „Also Mädels, denkt daran: Wenn wir uns bei euch hinsetzen müssen, dann müsst ihr bei uns auch stehen ;).“

    -> Made my Day, Danke dafür hahaha 🙂

  2. Deine Klokuriositäten erinnern mich daran, wie ich mal eine Madoka vom Herrenklo kommen sah. Näheres habe ich verdrängt. Aber ich bin ehrlich – egal wie lang die Schlange vorm Frauenklo is, ich würde nicht auf die Idee kommen, aufs Herrenklo zu gehen. Da würde ich mich zu sehr schämen, schon fast ein schlechtes Gewissen haben. Außerdem habe ich keine Vorstellung davon, wie ich zie- Ach, lassen wir das besser.

    Mir fällt gerade auf, das die Frau, die beim ersten Bild an Tag 4 aussieht wie ich, wenn man mich aus dieser Perspektive fotografieren würde xD Ich war erst total erschrocken und dachte fast, das wäre ich, haha. Ich habe übrigens nie was von dem Taiyaki-Stand essen können, weil ich die ersten zwei Tage zu faul war und danach zu viele Leute davor standen. Zumindest Shima hat was bekommen. Ansonsten hast du Recht – das Programm war dieses Jahr ziemlich langweilig. Dennoch haben wir den Sailor Moon German Panel gefeiert, weil es irgendwie voll witzig war, wie diese Asiatin ständig Pling Plong und Herzblut zitierte. Sailor Moon Fans sind schon eines sehr, sehr komische Rasse. xD

  3. „Der Alex und seine Erlebnisse aufm Klo“ wird also demnächst auf RTL laufen wie ich das so sehe ne? Aber schon drollig was sich da aller ereignet, für das Essen anstehen LIEBE ich ja, weswegen ich vor 12 Jahren das letzte mal bei McDoof war, und meistens zu subway gehe wo selten überhaupt jemand steht XD

    Ein paar Sachen hätte ich noch gerne gewusst:
    – Wie empfandest du die Preise vom Merchandise/Essen dort? Teurer, wie immer oder durchschnittlich?
    – War mehr los als letzte Jahr oder mehr?
    – Und wer hat denn nun euer YGO Duell gewonnen?

    Wie alljährlich sind deine Con-Berichte immer sehr unterhaltsam, du solltest beruflich jede Woche durch Deutschland zu soner Messe fahren 😀

    • Du, beruflich von einer Messe zur nächsten zu fahren würde ich gern machen (zumindest so lange, bis es mir zum Halse raushängt^^). Aber leider ist sowas kein Ausbildungsberuf, soweit ich weiß XD.

      Das Essen dort ist schon seit vielen Jahren preislich viel zu hoch angesiedelt, für das, was man dann letztlich bekommt. Eine einfache Bockwurst mit Senf und einer halben Scheibe Toast kostet schon ca. 3,50€. Es ist schlicht Wucher, war es aber schon immer.

      Beim Merchandise gibt es eigentlich immer auch günstige Figuren, die man für unter 30€ bekommt. Die sehen dann auch aber entsprechend nicht so gut verarbeitet aus. Generell gibt es weniger Fälschungen, aber dafür mehr Billigfiguren zu kaufen (deren Produktion ist in den letzten Jahren wohl auch stark gestiegen). Lustigerweise hat man denselben Artikel bei Figuya (bei denen man sich sicher sein kann, dass er original ist) oft günstiger bekommen als bei allen anderen Händlern. Find ich sehr positiv im Kampf gegen die Produktpiraterie.
      Im Großen und Ganzen bewegen sich aber die Preise bei Figuren zwischen 30-60€, bei Kleinkram (Anhänger und Co.) zwischen 8-20€ und bei den Kissen hab ich gar nicht erst nachgefragt, da das, wie erwähnt, alles nur aufgedruckte Fanarts waren. Also alles nicht günstiger, als man es im Netz bekommt.

      Unser Duell hab ich übrigens gewonnen. Ich wollte das nur nicht so an die große Glocke hängen und hab’s daher im Artikel nicht erwähnt. War ja auch mehr zum Spaß^^.

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